giovedì 22 febbraio 2018

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Gestern war dann ja Tertias großer Tag, seit Wochen zählte sie die Tage bis zu ihrem Geburtstag, schimpfte, dass sie nicht schon früher Geburtstage habe und freute sich riesig.

Morgens vor der Schule gab es im Kreise der Familie dann die Geschenke und eine erste Runde Kuchen:


Rosa-Lila-Glitzer-Duft-Kerzen (so wunder-wunderschön Mama!)
und Rosa-Lila-Geschenke


(aber lassen Sie sich niemals durch Rosa-Lila-Glitzer-Verpackungen täuschen)


(Tertia will unbedingt endlich mal nach Stuttgart ins Stadion
kommt, wenn es etwas wärmer ist)

Das glücklich mit Lego, Playmobil und Fußball-T-Shirt (und auch andere Sachen) beschenkte Kind verschwand dann mit einer Riesenschüssel Muffins in Richtung Schule, d.h. ich half ihr mit der Schüssel noch runter auf die Straße und konnte so - ganz ergriffen - miterleben wie die Kinder, mit denen sie morgens immer in die Schule läuft (bzw. sonst mit dem Roller fährt, also wenn sie keine Schüssel transportieren muss) sich in einer Reihe samt Rollern aufgestellt hatten und ihr ein Happy-Birthday-Geburtstagsständchen sangen. So schön.

[Weniger schön, ich hatte mal wieder nicht geschlafen, bzw. nur zwei Stunden, irgendwann zwischen 3 und 5 Uhr ... das nervt langsam sehr ...]



Nachmittags dann Lego-Bauen und mit den Großeltern telefonieren und dann ging es auch schon wieder in die Schule - zum ersten Eltern-Kind-Gespräch:


Statt Zeugnisse gab es ja für die Erstklässler hier schon immer ein Gespräch, allerdings waren das bisher immer nur Eltern-Lehrer-Gespräch, jetzt sind es verpflichtend Lehrer-Eltern-Kind-Gespräche. Da ich Tertias Lehrerinnen für sehr fähig und kompetent halte (und sehr nett), war ich sehr gespannt, wie das nun von Statten gehen würde. Wobei man allerdings sagen muss, dass mir klar war, dass Tertia wie Silencia in der Grundschule vermutlich das perfekte Kind sein würde - war sie dann auch. Einziger Kritikpunkt (und auch das war ALLEN - also auch Tertia - klar) sie redet zu viel. Überraschung!! Und sehr schön gemacht war das Gespräch auch, Tertia wurde sehr gut mit einbezogen und so ist das sicher auch sehr sinnvoll (wobei, wie gesagt, es gibt ja auch keine Probleme - apropos ... heute Abend dann Elterngespräch bei ilfiglio ... einmal ... nur einmal ... )

Nach dem Elterngespräch dann schnell nach Hause, noch mal kurz Lego-Bauen und dann ging es - schon seit Monaten zum Geburtstag gewünscht, seit Wochen reserviert - in den Dorfgasthof zum Abendessen. 


(wie versprochen - kurzes Beweisfoto - ich trage meine neuen Kleider. Ich wäre eher für Jeans und Oberteil gewesen, aber Tertia hatte einen strikten Dresscode verkündet, sprich ich musste eins von den neuen Kleider anziehen, miomarito Jacket, Hemd und Krawatte - und glauben Sie nicht, wir hätten eine Chance gehabt, uns da zu widersetzen ...)
Wie immer hervorragendes Essen, Tertia und ich waren eher konservativ unterwegs und assen Schnitzel mit Pommes (ich allerdings mit getrüffelten Parmesan Pommes - sehr lecker), miomarito hatte Forelle mit Nordseekrabben und Chorizo in einer Safransauce und Silencia ein Pasta-Gericht (ilfiglio bleibt zu solchen Ess-Anlässen gerne zu Hause, weil er Nahrungsaufnahme für ein eher überflüssiges Übel hält) - und weil Tertia und die Wirtin sich sehr mögen, gab's neben einer Geburtstagsdeko am Tisch auch noch ein Geburtstagseis mit Kerze.



Und dann brach das müde Geburtstagskind auf der Wirtshaus-Bank zusammen und musste nach Hause gebracht werden ;-)
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martedì 20 febbraio 2018

Kurzes Piep

Wie man ja vermutlich ahnen konnte, waren wir nach dem Fasnet-Umzugs-Frieren alle erst einmal krank - alle bis auf Silencia, die ja den Rest der Ferien bei meinen Eltern verbrachte und am Sonntag munter und gesund von mir - nur so halb munter und gesund - in Stuttgart wieder eingesammelt wurde. Völlig überraschend dabei - in Stuttgart hatte es Schnee:



Bei uns eher weniger bzw. es war alles ziemlich schnell wieder weg - wie üblich.

Am Samstag - das wird jetzt alles sehr unzusammenhängend und durcheinander, weil ich eigentlich nur noch darauf warte, dass Tertias Geburtstagskuchen fertig bäckt (gebacken wird ...?!) und dann gerne ins Bett fallen möchte. Auf jeden Fall am Samstag hatten wir Freunde zu Besuch, d.h. eine befreundete Familie, wir kommen zusammen auf sieben Kinder und auch wenn nur sechs da waren, wir hatten neben Wildschweinrücken, Rotkraut, karamellisierten Äpfel auch noch Spätzle aus 1,3 kg Mehl und 15 Eier gemacht - und nachher war die tatsächlich fast alle weg, die Spätzle ... durch die Spätzlepresse jagen durfte diese Mengen übrigens unsere 13jährige Söhne - gemeinsam und wie man sich vorstellen kann auch sehr begeistert ;-)

Die restlichen Tage habe ich mehr oder weniger das Bett gehütet, zur leichten Unterhaltung Grace und Frankie geschaut und mit Tertia viel UNO gespielt. Das schöne daran, Tertia spielt inzwischen so gut, dass man sich nicht mehr zurückhalten muss (und so gut, dass Silencia nach mehreren verlorenen Spielen gegen ihre kleine Schwester meinte, diese solle sich doch bitte schön mal zurückhalten und nicht immer gewinnen ...).

Ansonsten viele neue Pläne, ich rechne die nächsten Jahre nur noch unter Zuhilfenahme von Valium schlafen zu können, zweimal Elterngespräche diese Woche (apropos Nerven...) plus Kindergeburtstag am Wochenende und auch sonst unendlich viel zu tun.

So, der Kuchen ist fertig, die ca. 20 Muffins für die Schule haben wir heute Nachmittag schon gebacken, der Geburtstagstisch ist auch gerichtet und morgen dann großes Feiern der jungen Dame :-)

mercoledì 14 febbraio 2018

und noch mal Narren

Gestern ging es dann noch mal los, mit einer ziemlich angeschlagenen Tertia, deren Husten immer schlimmer wurde, die aber dennoch nicht auf den letzten Umzug des Jahres verzichten wollte und da die Sonne anständig schien und man in selbiger eben merkte, dass der Frühling nicht mehr eine Millionen Jahre entfernt ist, hielten wir das auch für vertretbar. Ilfiglio, der richtig krank war/ist, blieb zu Hause - und geht eh nicht zu den Umzügen - Silencia hatte sich vor Ort wieder mit Freundinnen verabredet und so zogen Tertia und ich dieses Mal zusammen mit miomarito los und trafen uns mit unseren Freunden.



So toll es ist, sich endlich mal nicht alles abzufrieren, so stark lässt aber auch der Grusel-Faktor bei strahlendem Sonnenschein nach


(wieder keine Liste mit der Reihenfolge der Narrenzünften gehabt ...)



die kenne ich inzwischen aber, das sind die Feurigen Hunde


Hier sieht man schön, wie das mit den Kindern und den Hexen/Teufeln funktioniert. Die Süßigkeit hält der Teufel in der Hand und das Kind muss sich die Süßigkeit holen - ist es schon etwas älter und zeigt keine Angst, dann zieht der Teufel die Süßigkeit auch noch diverse Mal weg. Ist man älter, wird man auch gerne im Gesichts mit Farbe angemalt, mit Stroh oder Konfetti eingeseift. Junge Damen sind immer in der Gefahr, festgehalten oder mitgenommen werden. Es werden gerne Schuhe oder Schuhbändel geklaut, ebenso Kopfbedeckungen oder Haarspangen (mir mal passiert) - man bekommt aber alles auch wieder zurück. Vorgestern habe ich einen Wagen gesehen, auf den so eine Weihnachtsbau-Einnetz-Maschine stand, durch die dann die Mädchen/jungen Frauen geschoben und eingenetzt wurden - fand ich eine witzige Idee. Damit es nicht im Schutz der Masken-Anonymität zu ernsthaften Übergriffen kommt, haben die Narren alle eine Nummer, die man sich merken und sich dann über Fehlverhalten beschweren kann. 
Es gibt Kinder, denen machen die Teufel und Hexen gar nichts aus, die meisten haben aber einen Mordsresepekt vor den Figuren, die oft - wenn es große Männer sind, die dann auch noch große Masken tragen - auch sehr, sehr groß sind und dadurch noch einmal mehr einschüchternd wirken. Ich kenne Kinder, die schon Teenager sind und immer noch sehr skeptisch, anderseits gibt es eben Kinder wie unsere, die mit 5 oder 6 Jahren angefangen haben, den Hexen und Teufel sogar Paroli zu bieten. 

Den einzigen wirklich unangenehmen Moment in Sachen Fasnet hatte ich tatsächlich beim ersten Umzug in Tübingen, als mir eine Hexe den damals 3jährigen ilfiglio klaute und mit ihm die Straße vorrannte. Ilfiglio schrie natürlich wie am Spieß, die Hexe sah dann ein, dass das wohl etwas zu viel des Guten bzw. Bösen war und lies ihn dann los, zog ihre Maske ab und entschuldigte sich x-mal - ilfiglio hat das gut weggesteckt (ich denke mir auch immer, das war wenigstens das richtige Kind zum Klauen, andere wären da tatsächlich traumarisiert gewesen), aber trotzdem hallo, geht's noch!? Gab's aber auch nie wieder, nicht mal annähernd.


Wir blieben bis ganz zum Schluss, obwohl Tertia schon arg angeschlagen war, aber sie freute sich so auf ihre mitlaufende Lehrerin, dass an ein Heimgehen nicht zu denken war. 


Ja, und das war's dann für dieses Jahr mit der Fasnet.
(Vorsatz für nächstes Jahr: Endlich mal zu einem Nachtumzug zu gehen) 


So, und weil jetzt zwei von drei Kindern krank sind, fahre ich nicht zu meinen Eltern, sondern werde nur Silencia heute mittag in den Zug nach Kaiserslautern setzen. Dann kann sie schon mal alleine Zugfahren üben, denn der große Plan ist, dass sie an Pfingsten eine Woche bei miomaritos Tante in Italien bleibt und dann alleine mit dem Zug zurück nach Deutschland fährt ... so Abenteuer müssen ja geübt werden.

martedì 13 febbraio 2018

Narri-Narro die zweite

Gestern Mittag ging's also wieder los, warm eingepackt und mit Mittagessen im Bauch schwangen Tertia, Silencia und ich uns auf unsere Räder zum nächsten Umzug - und es war trotzdem bitterkalt.

Silencia hatte sich mit einer Freundin verabredet, Tertia und ich uns ebenfalls mit Freunden. Als wir ankamen, war Tertias Freundin allerdings bereits in Tränen aufgelöst, weil sie wie schon die Jahre zuvor Panik vor den Hexen hatte und sich weigerte auch nur in die Nähe des Umzuges zu gehen. Tertia, die da wesentlich unerschrockener ist, war zunächst etwas beleidigt und enttäuscht, aber nach etwa der Hälfte der Umzuges konnte sich ihre Freundin überwinden und beide standen glücklich in der ersten Reihe und sackten Süßigkeiten ein.



ein sogenannter Äschadreppler (Strohbär), der wohl tatsächlich eine historisch schon länger bezeugte Figur ist


die sonstigen Fasnets-Figuren machen zwar (mehr oder wenige s.o.) auf alt, sind es aber in der Regel nicht so wirklich (also alles 20. Jahrhundert)



Flecklenarren ohne Gesicht



Wagen wie im rheinischen Karneval gibt es bei uns eher selten, es wird in der Regel gelaufen, hin und wieder gibt es aber auch Wagen, die sehen dann aber aus wie oben 


Hier eine klassische Hexe


Leider hatte ich keinen Laufzettel, so dass ich nicht weiß, was das jetzt genau für Figuren waren, aber diese hier hat mich zu Tode erschreckt, weil ich mit dem Rücken zum Zug stand und mich mit einer Freundin unterhielt - und in dem Moment ich mich umdreht, raste diese in "Ketten gelegte" Figur auf mich zu. Tertia hat sich köstlich darüber amüsiert ...
Silencia war auch sehr zufrieden, sie stand etwas weiter die Straße hinauf mit einer Freundin am Zug und wurde sowohl angemalt, als auch mitgenommen und eines Schuhs bzw. eines Schuhbändels beraubt. Initiationsriten der alemannischen Fasnet ... oder so. 
Leider waren wir trotz mehrere Lagen warmer Kleidung dann nach zwei Stunden in der Kälte mit Schnee ... die Sonne konnte sich nicht wirklich durchsetzten ... doch wieder ziemlich durchgefroren und die Heimfahrt mit dem Rad gestaltete sich dann entsprechend schwierig (vor allem weil Tertia schrecklich kalte Finger hatte)


Schnee ...


sieht schon auf dem Foto sehr kalt aus


tapferer kleiner Bär auf dem Fahrrad 

Zu Hause dann wieder Badewanne, Tee und allgemeines Aufwärmen. Heute dann die letzte Runde - mit hoffentlich der angekündigten und im Moment auch fleißig scheinenden Sonne ... dafür hat es im Moment angeblich -7°C ...

lunedì 12 febbraio 2018

Fasnet-Wochenende

Wochenende, Ferien, Fasnet - so lassen sich die beiden letzten Tage zusammen fassen. Plus Kälte und viele Kilometer in den Beinen. Und 6 Punkte. Aber von vorne.

Am Freitagabend ging Silencia wie üblich zur Unterstufen-Party, miomarito war dieses Mal mit Einsammeln dran (ich werde ja normalerweise sofort um 20:30 Uhr todmüde, wenn ein abendliches Einsammeln der Kinder ansteht, dabei gehe ich ja um diese Zeit frühestens aus, wenn ich ausgehe - also völlig lächerlich, aber so ist es nun mal) und dann gab's einen gemütlichen Fernsehabend zu zweit vor dem Beamer mit Broadchurch. Broadchurch hatte ich letztes Jahr schon gesehen und im Blog auch wärmstens empfohlen, die Serie ist wirklich unglaublich gut, daher schaue ich sie jetzt auch noch mal mit miomarito, der ebenfalls ganz begeistert ist. Inzwischen gibt es ja auch eine (letzte) 3. Staffel, aber noch bekommt man die bei Netflix nicht - leider.

Vorgestern dann ein ebenfalls eher gemütlicher Samstag, miomarito buk mit den Mädchen traditionell Fasnetsküchle:



Zum Abendessen gab's leckeren Gulasch - unser Hauptmetzger hat immer sehr gut Angebote, leider wechselt er die allerdings nur alle 3 Wochen, so dass man jetzt nicht die Wahnsinnsauswahl hat, was man am Wochenende kochen kann. Aber Gulasch geht immer, notfalls wird es dann eben ein spezzatino - so wie vorgestern mit Polenta - und nebenbei horten wir auch noch ein bisschen Wildschwein im Gefrierfach. 

Abends sind miomarito und ich dann endlich mal wieder zusammen in die Stadt, haben uns mit southboundhiker getroffen, gemütlich beisammengesessen, haben dann noch einen Absacker drangehängt (war klar, oder ;-)) und waren quasi zu gestrichene Sommerzeit-Sonnenaufangszeiten wieder zu Hause ... nein, ich ganz so spät, aber spät - oder früh, wie man will (das Tübinger "Nachleben" ist übrigens komplett fastnachts-frei, inzwischen gibt es zwar einen Fastnets-Umzug, aber ansonsten ist man streng pietistisch - wie bei uns auf dem Dorf - und möchte mit diesem katholischen Mummenschanz nichts zu tun haben - aber wir wohnen ja Gott sei Dank im ehemaligen Grenzgebiet und können so immer schnell rüber ins Katholische, um uns die ganzen Umzüge anzusehen). 

Gestern dann ... Aufstand ... denn eigentlich hätte traditionell ja Fasnets-Umzug in Rottenburg auf dem Plan gestanden, weil aber die Wettervorhersagen von Schneeregen sprach, fanden nicht nur wir die Vorstellung, da dann drei Stunden im in der nassen Kälte zu frieren nicht so toll, sondern auch miomaritos Eltern, die sonst gerne zum Umzug hier her kommen und so dachten wir Eltern, wie praktisch, wenn das eh schon nicht so wirklich statt findet, dann lassen wir es einfach komplett. Diese Ansicht wurde allerdings nicht von Silencia geteilt, die gar nicht leise einen eher größeren Aufstand machte, wie .... (setzten Sie einen beliebigen beleidigenden Begriff aus dem Wortschatz einer wütenden 11jährigen ein) wir sind, dass wir da nicht hingehen - und NIE machen wir mal was, was sie möchte.

Also Umzug, in 30 min aufgestanden (ich, also weil ich seit 7 Uhr wach war und eigentlich noch Schlaf nachholen wollte), angezogen, Tertia verkleidet und mit miomarito und ilfiglio besprochen, wie man das jetzt alles organisiert, denn miomarito und ilfiglio waren quasi mit dem Auto schon auf dem Weg nach Stuttgart ins Stadion. Also fuhr uns miomarito mit dem Auto nach Rottenburg, so nah wie möglich an den Umzug ran und ich überlegte mir, wie um Gottes Willen wir nach dem Umzug wieder nach Haus gekommen würden (denn es gibt zwar Extra-Züge nach Tübingen, die aber anscheinend erst mehr als eine Stunde nach Ende des Umzugs fahren und in der Regel völlig überfüllt sind, so dass man dann eben gerne noch mal warten muss und wenn man dann endlich in Tübingen ist, gibt es in der Regel auch erst mal keinen Bus wieder raus aus Dorf, weil diese Sonntags eher selten fahren - in den letzten Jahren haben wir im letzten Dorf vor Rottenburg unser Auto geparkt, und sind von dort aus dann gelaufen bzw. miomarito und ich haben zum Beispiel das letzte Mal dann dort unser Auto geholt und dann die Kinder und miomariots Eltern in Rottenburg eingesammelt) - und kam ziemlich schnell zu dem Schluss, dass wir wohl "einfach" nach Hause laufen würden müssen.

Aber erst einmal Umzug - der war schön wie immer, meiner Meinung nach etwas wenig Hexen, aber vielleicht liegt das auch nur daran, dass Tertia eigentlich gar keine Angst mehr hat und somit auch das Mit-Gruseln und Beschützen wegfällt. Es war unglaublich kalt, Tertia und ich zu dünn angezogen, Silencia friert eh nie, war aber etwas unzufrieden, weil sie sich jetzt im etwas unattraktiven Umzugsalter befindet - sprich, sie ist zu große für die Süßigkeiten und noch zu klein fürs Mitgenommen werden. 






Kiebiger Butz
(Tertias Lehrerin ist so einer und Tertia war sehr traurig, dass sie gestern nicht dabei war - aber es gibt ja noch zwei Umzüge) 



Tertia war wie üblich als Bär verkleidet, freute sich über die Rammert Bären und ließ sich begeistert von einem auf den Arm nehmen - nur ich war nicht schnell genug mit dem Handy


Das hat mir am besten gefallen, leider kann man es auf dem Bild nicht so gut erkennen, die Gruppe Teufel hatte sehr, sehr lange Peitschen (links zu erkennen) und ließ diese sehr schön knallen. 



Das war auch beeindruckend, diese Hexen hielten ihre Hexenbesen zusammen, setzten eine Hexe drauf und hoben sie dann auf ihren Besen in ein Fenster in den 2. Stock hinein. Muss man sich vertrauen ;-)


Eigentlich gilt bei uns ja immer noch sie Spar-Devise, u.a. heisst das kein Essen/Trinken auf irgendwelchen Veranstaltungen, aber Tertia drohte mir ohne wärmende Getränke einzufrieren und als dann eben klar wurde, dass wir tatsächlich die geschätzten 8-9 km nach Hause laufen würden ohne ein Mittagessen gehabt zu haben, war klar, eine Rote Wurst brauchen wir alle auch noch. 

Der Umzug war um kurz nach 15 Uhr zu Ende und ich machte mich mit den Mädchen auf den langen Weg nach Hause. Eigentlich ist bei uns ja Silencia diejenige, die eine eher schlechte bzw. komplett unwillige Läuferin ist, während Tertia ja zum Beispiel am letzten Vatertag ganz tapfer mit uns gute 17km gelaufen ist (okay, wir waren zu dritt und haben sie auch abwechselnd getragen ... und es war angenehm warm), aber nach einer kurzen Ansprache meinerseits war Silencia klar, dass es dieses Mal kein Theater geben würde und lief nicht nur ohne zu Murren sondern nach den ersten Kilometern raus aus Rottenburg dann auch alleine nach Hause (spricht, sie war deutlich schneller als Tertia und jedes Anhalten bedeutete ja, dass man wieder anfing einzufrieren). Tertia und ich liessen es - gezwungenermaßen - etwas langsamer angehen, praktischerweiser sieht man aber beim Rauslaufen aus dem einem Dorf schon immer das nächste, so dass man sich recht gut von Dorf zu Dorf hangeln kann. Zwischendurch wünschte ich mir, dass mein Handy nicht ausgegangen wäre, denn dann hätte ich vielleicht doch eine unserer befreundeten Familien angerufen und gebeten uns einzusammeln, aber im Endeffekt ging es auch so und nicht ganz zwei Stunden später waren wir zu Hause. Ich steckte Tertia in die warme Badewanne, machte mir einen Tee, verteilte virtuelle Medaillen für die tollen Laufleistungen an die Mädchen und wir tauten langsam wieder auf.

Zum Abendessen - die Familie war wieder vereint - gab's leckere Saure Spätzle (selbstgemachte Spätzle - ehe immer - mit Schinkenwurst und einer Essigsauce) und dann ein gepflegtes Zusammenbrechen auf dem Sofa vor Broadchurch. (bzw. ich bin sogar einfach auf dem Sofa eingeschlafen, wie zuvor Tertia, diese selbstverständig ohne Englischen Krimi).

So, und jetzt scheint immerhin die Sonne, wir sind alle ausgeschlafen und werden uns später - dieses Mal gut vorbereitet - auf zum nächsten Umzug machen.

P.S.: Und die am Anfang erwähnten - und im Text nie wieder aufgetauchten - 6 Punkte beziehen sich übrigens auf die Heimsiege von Lautern und vom VfB.

venerdì 9 febbraio 2018

Huch ...

Huch ... schon wieder ist eine Woche rum, freundlicherweise entwickelte sich die Woche eindeutig besser als der Montag erwarten liess und ich habe endlich mal wieder wirklich zügig und viel arbeiten können, ohne dass es 1000 andere Sachen zu tun und zu organisieren gab.

Nächste Woche ist dann wieder eher nichts mit Arbeiten, wir haben hier wie üblich alle verfügbaren beweglichen Feiertag in die Fastnachtswoche gelegt bekommen - nicht, dass man am Ende im Sommer irgendwie ein langes Wochenende hinbekommen könnte ... also sozusagen eine Woche Fastnachtsferien. Das ist die ersten Tage nett, weil wir da eh auf den Umzügen der Gegend unterwegs sind, aber dann zieht sich doch im Allgemeinen der Rest der Woche arg. Daher - und weil ich das Gefühl hatte, ich bräuchte doch schon wieder die nächste Auszeit vom Gedankenkarussell - fahre ich mit den Kindern am Mittwoch zu meinen Eltern.

Dort wird es dann mal wieder einen Ausflug in die Vergangenheit geben, mein Bruder hat mir und ilfiglio nämlich Karten für den Betze besorgt. Ich versuche ja schon seit Jahren das alles zu ignorieren, also den Fußball, weil ich neben privaten Katastrophen wie Räumungsklagen, Wohnungssuchen, Schulproblemen, Arbeitslosigkeit usw. absolut keinen Nerv habe, mir den Niedergang dieses ...  meines Verein anzuschauen. Jetzt sieht es ja aber so aus, dass es das mit der Bundesliga endgültig war und wer weiß, was dann in den Niederungen des Regionalliga noch alles passiert ... also noch einmal Betzenberg.
Das erste mal war ich dort im Alter von Tertia (oder etwas älter, auf jeden Fall noch keine 8 oder 9), ich hatte so lange gebettelt, endlich mal ins Stadion gehen zu dürfen, dass meine Eltern, die sich eher nicht für Fußball interessieren, mal abgesehen von einer eher lokalpatriotischen Sicht und dass meine Mutter immer gesagt hat, solange der FCK nicht absteigt, so lange fällt sie am Gymnasium auch nicht durch - inzwischen ist der FCK ja schon mehrmals abgestiegen, ich hoffe, es reicht, dass ihr Enkel einmal durchgefallen ist ... aber zurück zu meinem siebenjährigen Ich. Ein Freund meiner Eltern hatte Dauerkarten für die Nordtribüne (also eher was gesetzteres, im Sinne von eher teuer und Sitzplätze) und nahm mich mit. In meiner Erinnerung spielen wir 2:2 gegen Köln (was ich okay fand, weil ich gleichzeitig großer Littbarski-Fan war), meine Recherchen haben aber ergeben, dass das nicht gewesen sein kann, aber egal, so ist meine Erinnerung. Eine weitere Erinnerung an mein erstes Spiel im Stadion ist, dass eine wohl eher nicht Fußball interessierte Frau hinter mir sass und mir STÄNDIG Zöpfe flechten wollte und ununterbrochen meinte, was ich doch für tolle Haare habe - genau das, was man hören möchte, wenn man ein Fußballspiel anschauen möchte.
Später, mit 13 Jahren, war ich dann eigentlich bei fast jedem Heimspiel oben, natürlich Westkurve, natürlich später immer im echten Fan-Block und als wir 1998 Meister in Hamburg wurden, bin ich zusammen mit meinem Bruder und dessen Freunden nachts im Fan-Bus die über 600 km nach Hamburg gefahren, um am nächsten Tag das Spiel zu sehen und die Meisterschaft zu feiern. Tja, und dann ging's ja eigentlich nur noch abwärts ... jetzt also noch einmal Stadion ... seufzt.

Dann gab's diese Woche noch die frohe Botschaft von unserem Anwalt, dass sich die ganze Räumungsklage wohl eher nicht gleich beim ersten Gerichtstermin entscheiden wird, sondern dass sich das Ganze ziehen wird, dass der Richter (!!) vermutlich hier herkommt, um die Wohnsituation in Augenschein zu nehmen und dass wir so noch sehr viel Spaß mit der ganzen Sache haben werden. Hmpf. Ich hätte eigentlich gerne mal eine Sache von der Liste mit Dingen, die mich in den Wahnsinn treiben, gestrichen, aber das soll wohl nicht sein. Und es drängeln ja schon die nächsten Sachen auf die Liste ...

Ansonsten hat mich die Nachricht, dass das EU-Parlament über die Abschaffung der Sommerzeit nachdenken, in Panik versetzt. Ich befürchte das ja bereits seit Jahren (und bei jedem dussligen Facebook-Post zu diesem Thema) und die Vorstellung, dass man im Sommer nicht mehr bis nach 21 Uhr Sonne (Juni und noch schlimmer im August, wenn wir Sommerferien haben, wäre abends um 19 Uhr Schluss mit Sonne) hat, finde ich ganz, ganz, ganz schlimm. Jetzt muss ich schon in einem Land leben, das meiner Ansicht nach eh viel zu kalt und dunkel ist, da kann man mir doch nicht noch die wenigen Sonnenstunden im Sommer klauen - denn von Sonnenschein morgens um 4:30 Uhr habe ich recht wenig (und wenn diese dummen Menschen mal ernsthaft darüber nachdenken würden, dann würden sie auch darauf kommen, dass es eben recht wenig Menschen sind, die morgens um 4:30 Uhr denken, hey, super, die Sonne scheint!) Meine Hoffnung ist, dass Mitteleuropa dann dafür wäre, die Sommerzeit als "normale" Zeit zu nehmen, die Spanier aus logischen Gründen aber zum Beispiel eher nicht, die Griechen wollen wieder was anders und die ganze östlichen Länder eh und dann streitet man sich hin und her und belässt BITTE SCHÖN! alles beim Alten.

So, und jetzt Wochenende und ab Sonntag Frieren bei der Fasnet.