venerdì 23 giugno 2017

Schnipsel aus der Hitze

Ich langweilige jetzt niemanden mit der jährlichen ausführlichen Beschreibung unserer Wohn- und Schlafproblematik bei Temperaturen über 30°C. Nur so viel: Schlafen ist schwierig, die Wohnung auch am späten Abend mollige 30°C und mehr warm, wir haben noch fünf Wochen Schule vor uns, es müsste eigentlich für Klassenarbeiten gelernt werden, geht aber alles gar nicht, weil - das kommt dazu - Silencia und ilfiglio wegen des Umbaus der Schule dieses Jahr in Container unterrichtet werden, auf die die Sonne knallt (Silencia hat auch noch Süd-Seite) und so was wie Hitzefrei gibt es natürlich auch nicht mehr ... also kommen die Kinder schon völlig erledigt von der Schule nach Hause (selbst Silencia, die ja eigentlich sehr hitzebeständig ist) - alles sehr schwierig. Wobei uns Silencia gestern erzählt hat, dass sie nach dem mündlichen Abitur nächste Woche vielleicht ins kühlere Hauptgebäude umziehen können.

Miomarito und ich haben am Mittwoch die Gunst der Stunde genutzt (also die Tatsache, dass man als Erwachsener bei uns eh erst nach Mitternacht schlafen kann, dass die Kinder inzwischen recht problemlos alleine zu Hause bleiben und dass Tertia nach einer sehr, sehr kurzen Nacht - wir hatten am Tag zuvor Freunde zum Grillen da - sowie einem ausgiebigen Schwimmbadbesuch stehend k.o. war und tatsächlich vor 21 Uhr einschlief) und waren auf dem jährlichen Sommerfest des Hegelbaus (also des Baus, in dem sich der Fachbereich Geschichtswissenschaft befindet) - zum ersten Mal wieder zusammen seit 14 Jahren :-) Sehr nett - nur ein bisschen spät (oder früh ...) wurde es.

Die Handwerker haben wir auch immer noch im Haus, gestern wurde beschlossen, dass man doch andere Rohre als zunächst gedacht verlegt.



(jetzt in ganz robust)


Gegen 15 Uhr war dann aber alles quasi fertig (bis auf die Schönheitsarbeiten), als es plötzlichen einen Riesenrums machte, Glas splitterte und ich in die Küche stürmend einen der Handwerker auf unserem Terrazzo-Boden liegend vorfand. Er war beim Rein- und Rausklettern durch unsere Küchenfenster auf den Anbau rückwärts von der Küchenarbeitsplatte geflogen und hatte dabei - Gott sei Dank - nur noch ein paar Trinkgläser mitgenommen - und war nicht wie ich zunächst befürchtet hatte gleich durch die Fensterscheibe gefallen. Es gab dann eine kleine Diskussion, ob und wie ich ihm helfen könne und seinen Kollegen informieren sollte (Nein, nein und nochmals nein) - und ich dachte mir dann irgendwann, der Mann ist alt genug um zu wissen, was er will (hochhieven hätte ich ihn eh nicht können) und verschwand wieder (in Hörweite, falls er dann vielleicht doch usw.) Es ging dann aber doch irgendwie alleine, bös weh getan hatte er sich aber trotzdem und war sich nicht sicher, ob der heute wieder kommen würde (aber er schicke notfalls Ersatz), so dass ich heute dann endlich meine Küche wieder bekomme (und nächste Woche dann endlich wieder arbeiten kann).

Ansonsten herrscht der normale Sommer-Wahnsinn, d.h. die Wochenende sind voll, morgen gibt es das alljährliche Kasperl -Theater im Kindergarten, ich habe mich zum Waffelbacken eingetragen, außerdem Kino im Dreschschuppen, miomarito muss wie jedes Jahr für den Sportverein Altpapier sammeln, am Sonntag ist Tag der offenen Tür bei der Dorf-Feuerwehr und heute Abend kommen unsere Freunde mit ihren vier Kindern zum Grillen vorbei.

P.S.: 9 Uhr noch keine Handwerker da ... hm ... 8 Uhr war angekündigt ... ansonsten, wir nähern uns schon den 30°C ...


mercoledì 21 giugno 2017

Handwerker-Spaß

Heute sollten ja - doch sehr schnell - Klempner und Kammerjäger kommen, taten sie auch, ganz wie gestern Abend angemeldet. Dann allerdings kam das Projekt neues Abflussrohr etwas ins Stocken. Nicht, dass ich nicht schon beim ersten Gespräch mit der Wohnungsbaugesellschaft und miomarito in der aus-dem-Urlaubs-Korrespondenz per Email erwähnt hätten, dass das ganz vielleicht nicht ganz so einfach sein könnte, wie es sich zunächst anhöre (zerbissenes Rohr ersetzen, etwas drumrum spachteln - und gut ist) ... erst einmal wurde aber der von uns zu zementierte Abflussrohr-Bereich geöffnet.

Immerhin bewahrheitete sich unsere größte Befürchtung, nämlich die, dass die Ratten bereits zahlreiche Gänge in unserer Hauswand angelegt hatten, nicht. Die sind wohl tatsächlich nur im bzw. am Rohr hoch und runter - damit verschwand der Kammerjäger nach einer kurzen Kontrolle der Rattenköder und versprach demnächst wieder vorbeizukommen. Allerdings stand dann der Klempner etwas irritiert in unserer Küche herum, betrachtete die Abflussrohrkonstruktion (man lege ein 50mm Abflussrohr einfach in ein 80mm Rohr und vertraue darauf, dass es schon einfach schnell abläuft) 



Via Whatapp gesendetes Symbolbild meines Vaters zur Verdeutlichung von 50mm und 80 mm
(Eine Ratte braucht wohl 2cm Platz um irgendwo durch zu kommen ...)

und beschloss - da das Abflussrohr draußen - bevor es in das Flachdache eines Anbaus (mit dem Bad unserer Vermieterin) verschwindet - an der Wand entlangläuft und auch da komisch verlegt worden war - ein größeres Loch in unsere Küchen/Hauswand zu schlagen, das Rohr neu zu verlegen und dann alles ordentlich wieder zu zu mauern. (Um aufs Dach des Anbaus zu kommen, muss man übrigens bei uns in der Küche auf die Arbeitsfläche klettern und dann zum Küchenfenster hinaus springen - ein Weg, der bei 35°C so richtig Spaß macht ...) Er fuhr samt Lehrling wieder von dannen, um die Ersatzteile zu besorgen und Mittagspause zu machen.



Das Loch in der Hauswand ist inzwischen auch noch mal vergrößert worden ...

Nach der Mittagspause fing er allerdings an zu schimpfen und zu fluchen und erklärte uns, dass er jetzt runter in den Anbau müsse, um dort ein weites Loch in die Wand zu schlagen, damit er dort an das eingebaute Abflussrohr käme (der Anbau wurde in den 70er Jahren "einfach" um das Rohr herum gebaut). [Womit ich jetzt vermutlich nicht nur der Rattenanlockung schuldig bin, sondern auch noch des organisierten Vandalismus ;-)], da die Rohre nur immer lose ineinander gesteckt und gelegt worden seien und man ALLES neu machen müsste. Es wurde Verstärkung angefordert. Am Ende waren dann alle Rohre raus, alle Öffnungen wurden mit Folie zugeklebt - ich bin sehr froh, dass wir Sommer haben und nicht Winter - und morgen um 7:30 Uhr geht der Spaß weiter ... 


Die Handwerker meinten, sie müssten damit morgen EIGENTLICH schnell fertig sein ... wollten aber angesichts der Entwicklung der heutigen Ereignisse nichts versprechen ... komisch ... Miomarito vermutete vorhin allerdings spaßeshalber, dass morgen ein Bagger zum Einsatz käme ;-)

martedì 20 giugno 2017

Rattatata ...

Ein muss man dem Thema Ratten ja lassen - im Gegensatz zu den vielen anderen Nerven raubenden Themen -  ich kann frei darüber bloggen ...

Wir haben es ja immerhinalleine geschafft, dass die Ratten nicht mehr in unsere Wohnung kommen. Ich hatte vorm Urlaub auch in die einzelnen verschlossenen Zimmer Schälchen mit Mini-Portionen Katzen-Trockenfutter gestellt, um dann kontrollieren zu können, ob sich jemand vielleicht daran bedient hatte. Dem war nicht der Fall und auch irgendwelche Geräusche haben wir nicht mehr gehört. Damit ist das Problem aber noch nicht gelöst, denn erstens müssen die Ratten prinzipiell bekämpft werden und zweitens leben wir im Moment eben ohne Küchen-Abfluss, durch den die Ratten ja in die Wohnung kamen und den wir mit viel Holz und Zement - immerhin erfolgreich - verschlossen habend -  das bedeutet aber, dass das Geschirr unseres 5-Personen-Haushaltes im Badezimmer-Waschbecken abgespült werden muss ...
Gestern kam dann jemand von der Wohnungsbaugesellschaft und hat sich das Ganze angesehen und versprochen Kammerjäger und Klempner vorbeizuschicken. Die Kammerjäger kamen bereits Nachmittags vorbei, stellten Rattenfallen rund ums Haus und im Eingangsbereich auf und standen ansonsten in unserer Küche herum, runzelten die Stirn und waren von unserem zur Hälfte aufgefressenen Abflussrohr fast genauso fasziniert wie von der Tatsache, dass wir ein 80mm Abflussrohr in der Wand haben ...
Geöffnet haben wir das Abflussrohrloch jetzt noch nicht wieder, weil der Klempner ja dann zum einen gleich was daran arbeiten sollte und zum anderen die Kammerjäger nach den Laufwegen der Ratten usw. schauen sollte bzw. beide zusammen überlegen sollte, was man jetzt tun muss und wie viel auch von der ganzen Wand noch übrig ist. Es wird uns niemand die in modernen Häusern übliche Rattenklappe einbauen - dazu müsste man die Wände bis zum Erdgeschoss öffnen - die Idee scheint eher zu sein, die Abflussrohre - soweit erreichbar - mit solchen aus Metall zu ersetzen - und zu hoffen, dass alle Ratten, die wissen, dass es da einen Zugang zum Haus gibt, vom Rattengift in den Fallen dahingerafft werden. Eigentlich müsste man auch mal schauen, ob die Abflussrohre in der Wand überhaupt noch dicht bis vorhanden sind, wer weiß, was die Ratten da noch alles angeknabbert (Verniedlichung) haben und wie viel Abwasser ins Mauerwerk fließt ... aber ich habe da meine Zweifel, dass das geschehen wird.

So, jetzt ist es aber so, dass Klempner gerade alle sehr beschäftigt zu sein scheinen und der Kammerjäger hat eine Augen-OP und *uhhh* alles schwierig. Also nicht vor Donnerstag ... wenn denn der Klempner Zeit hat.

Jetzt ist das Abspülen im Badezimmer so ungefähr einmal lustig bis kurios und hat auch nur ganz kurz was von Urlaub, aber auf Dauer geht das natürlich so gar nicht. Also schlug miomarito vor, mal zu testen, ob Spülmaschinen tatsächlich so wenig Wasser verbrauchen wie es immer heisst. Ich stellte also heute morgen einen großen Putzeimer unter das offene Abflussrohr in der Küche - und einen großen Ersatz-Eimer davor - und schaltete die randvolle Spülmaschine an. Und ich weiß jetzt, dass unser 12 Jahre alte Miele-Spülmaschine genau 1,5 Eimer Wasser für den höchsten Spülgang verbraucht. Freundlicherweise gibt sie diese 1,5 Eimer Wasser etappenweise von sich, so dass wir jetzt die Spülmaschine auch ohne Anschluss ans Abwasserrohr laufen lassen können. Immerhin.


domenica 18 giugno 2017

Auch nicht so schlecht

Zu Hause ist es ja auch nicht so schlecht - jedenfalls wenn man es schafft übers Wochenende alle Gedanken an Steuer, Vermieter, Anwälte, Ratten (die sind übrigens schön draußen geblieben) Job usw. zu verdrängen.

Wir kamen ja am Samstag im Morgengrauen wieder zurück und schliefen uns dann erst einmal alle so irgendwie einigermaßen aus, Tertia überkam dann große Sehnsucht nach ihrer besten Freundin, die auf unser Anraten mit ihrer Familie auf "unserem" Campingplatz bei Venedig war (und sehr zufrieden mit dem Tip), während Silencia mit ihrer Freundin Richtung Geburtstag verschwand. Die beiden kleinen Mädchen beschlossen dann, dass sie ins Dorf-Kino gehen wollten:



Der CVJM bietet dieses Jahr an zwei Samstagen Kino im sogenannten Dreschschuppen an - ein großer Schuppen mit Stühlen, eine extra dafür angeschaffte Popkorn-Maschine, Getränke und eine Leinwand etwas größer als unsere Beamer-Fläche zu Hause. Die kleinen Mädchen fanden es toll, Ich, einfach unverbesserlich hatten beiden schon mal gesehen, so hielt sich die Aufregung in Grenzen, sie mampften fleißig Popkorn und der Vater der Freundin überwachte den ganzen Ausflug (und ich ging einkaufen).
Abends gab es dann noch eine längere Diskussion mit Tertia und ihrer Freundin (die noch mal bei uns übernachtete, weil ihre Eltern im Gardasee-Rückkehrer-Stau standen), die beide unbedingt noch im Dreschschuppen um 22:15 Uhr Blues Brothers schauen und nicht einsehen wollten, dass der Film aber erst ab 12 Jahre ist (und sie vermutlich nicht reingelassen werden - und eh jeder im Dorf weiß, dass sie noch keine 12 Jahre alt sind) dass wir (miomarito und ich) nach einer durchfahrenen Nacht uns sicher nicht nach 22 Uhr in einen heissen und dunklen Schuppen setzen und überhaupt ... irgendwann ist auch mal Schluss. Aber weil es ja noch Ferien sind, gab's dann Blues Brothers auf dem iPad. Wir sind ja nicht so ;-)



Sonntagmorgen auf dem Balkon 


Am frühen Nachmittag dann waren Tertia und ich am Bahnhof, um ilfiglio abzuholen, der dieses Mal zum ersten Mal das Umsteigen in Stuttgart alleine absolviert hatte (was ja dank stuttgart21 immer etwas aufregend ist) - leider kann ich das Bild, wie Tertia ihrem großen Bruder um den Hals gefallen ist und ihn gar nicht mehr loslassen wollte nicht zeigen. 



Ein tolles Mitbringsel für Tertia - ja TERTIA! in GRÜN! - gab es auch - ein neues von meiner Mutter genähtes Kleid, das Tertia etwas zu nachthemdig fand. Ich finde es aber sehr schön, etwas 70er Jahre mäßig und mal schauen, ob sich Tertia daran gewöhnt oder wir es zum enger machen zurückschicken müssen.


Und weil wir unsere Küche ja immer noch nur eingeschränkt benutzen können - wegen der Ratten ist der Abfluss ja immer noch verbarrikadiert und ich kann weder Spüle noch Geschirrspülmaschine benutzten, was Abspülen im Badezimmer-Waschbecken *jubel* bedeutet ... morgen kommt aber jemand von der Wohnungsbaugesellschaft und schaut sich alles mal an - also da dachten wir uns, schauen wir doch mal bei unseren Freunden mit der Crêperie vorbei:



Cidre und Galette mit Ziegenkäse

So, und jetzt stehe ich vor dem Problem, das ich vermutlich die nächsten 5,5 Wochen (dann beginnen die Sommerferien) jeden Abend haben werde - wie bekomme ich die Kinder ins Bett, wo doch alles danach schreit, den Tag bis zum letzten Sonnenstrahl auszunutzen und den Sommer zu genießen ... und es ist eh noch viel zu warm zum Schlafen ... und weil ich noch völlig im entspannten Urlaubsflow bin, bin ich gerade sehr für italienischen 3-Monats-Sommerferien (der Sohn ist allerdings auch erst 6 Stunden wieder da ;-) ). Und morgen so früh aufstehen will ich auch nicht ...

Urlaub!!! - Teil 2

Dienstag

Dienstag ist Markttag und traditioneller Wir-kaufen-Käse-Tag - dieses Mal zog ich alleine mit Tertia los, miomarito musste arbeiten und Silencia wurde von der Familie einer Freundin eingesammelt und verschwand für den Rest des Tages zum Parco delle Cascate di Molina (laut Silencia empfehlenswert).


wunderschönes Wetter



Tertia beim Steine in den See schmeissen



Werbung für mein Lieblingsrestaurant -
wofür wir dieses Mal aber keine Zeit hatten

Den Rückweg mussten wir dann auf Grund der hohen Temperaturen und mangels Schattens abbrechen - miomariot sammelte uns mit dem Auto ein, ein schnelles Mittagessen und dann raus mit dem Boot. Der Segelclub hatte Ruhetag, d.h. wir mussten wir raus- und rein schwimmen. Da Tertia das beim ersten (letzten) Mal nicht so lustig fand - trotz Rettungsweste, die sie eh immer tragen muss - kam heute miomaritos altes Schlauchboot zum Einsatz, um Tertia zum Boot zu transportieren - Fotos habe ich aber leider keine.


so wunderschön 



Am liebsten klettern die Mädels natürlich auf Deck herum - was ich bei Tertia je nach Wellengang, Wind und Wenden-Häufigkeit nur so mittel finde ... 


Aber es gibt vorne ein Fenster, so dass Tertia in der Kajüte steht, aber schön herausschauen - und auch schnell heraus- und hineinklettern kann.


Abendstimmung


und zurück an Land geschwommen (mein Handy hat ein wasserdichtes case)

Abends haben wir uns dann mit der Familie von Silencias Freundin getroffen und gemütlich bei uns auf dem Balkon gesessen.


Mittwoch

Heute waren wir zum Mittagessen bei miomaritos Tante eingeladen, zusammen mit einer ihrer Freundinnen, die wir jetzt auch schon länger kennen und bei der wir an Ostern eingeladen waren. Lustiges leckeres Mittagessen auf dem Balkon und ich weiß jetzt auch, was das italienische Äquivalent zur Rama-Familie ist: la famiglia del Mulino Bianco - Antwort der Freundin auf miomaritos Klage, dass, kaum dass ilfiglio mal weg ist, die Mädchen anfangen, sich ununterbrochen zu streiten - er erwarte doch nicht ersthaft, la famiglia del Mulino Bianco zu haben ;-)

Das Wetter war nur so mittel, Gewitter zogen auf und mit unseren nur so mittelprächtigen Segelkünsten, hieß das dann natürlich schön an Land bleiben. Aber man kann ja - so lange das Gewitter noch weiter weg über die Berge grollt - noch mal schnell schwimmen gehen (wenn man nicht so verfroren ist wie ich).




Und dann Schuhe einkaufen gehen. Was bei Tertia ein Riesen-Drama war, weil sie noch Sandalen braucht, es aber nur ganz, ganz fürchterliche Sandalen gab, die ihr dann auch noch nicht mal richtig passten, so dass wir mit einen tränenüberströmten Tertia den Laden verlassen mussten und ich bei Ankunft in unserer Wohnung sofort mit ihr im Internet schöne Sandalen kaufen "gehen" musste. Man muss aber leider generell feststellen, dass italienische Schuhgeschäft (zumindest die rund um den Gardasee) auch nicht mehr das sind, was sie mal waren ... 


Donnerstag

Die Mädchen und ich zogen am Vormittag an den Strand, miomarito an den Schreibtisch, Treffen um halb 2 zum Mittagessen im Segelclub.

Die Mädchen und ich fanden auf dem Weg zum Segelclub tatsächlich eine Mini-Badebucht mit etwas, das man mit viel gutem Willen als Sand bezeichnen konnte, jedenfalls wenn man sonst nur Steine und Kies am Strand hat ;-)



also Sandburgbauen 



und Unterwasser-Fotografie üben

Mittagessen, rauf aufs Boot, dieses mal wurden wir rausgefahren, aber uns wurde deutlich eingeschärft sofort zurück zu kommen, wenn es oben am See dunkel werden würde (sprich, ein Gewitter aufzieht). Es kam dann aber keine Gewitter sondern wir konnten mehrere Stunden gemütlich über den See schippern und segeln üben.



Die Mädchen


definitiv der beste Platz zum absolut Glücklichsein für mich
(neben dem Balkon mit Blick auf den Lago)

Inzwischen funktioniert das Segeln auch schon deutlich besser, ich weiß, welches "Seil" ich bei einer Wende (oder Halse) ziehen muss, damit die Genua (das vordere Segel) brav die Seite wechselt, Silencia kann das Boot fest- und losbinden und weiß, mit welchem Seil man die Genua einrollt, Tertia weiß, welche Gummis und Seile sie reichen muss, wenn man die Genua dann eingerollte hat oder das Großsegel zusammenbinden will (ich kann noch keine Fachausdrücke ... wenn wir hier in Tübingen erst einmal wohnen bleiben und wenn miomarito im Winter nicht unter der Woche ganz wo anders arbeiten muss, dann werde ich brav meinen Segelschein machen) - und weil unser Motor - wenn er denn überhaupt anspringt - spätestens nach 3 min wieder ausgeht, können wir auch schon ganz toll zwischen allen Booten vorbei raus oder zurück an unsere Boje segeln.


Freitag


Letzter Urlaubstag, weil wir ja am Samstag wieder zu Hause sein müssen, da Silencias bester Freund Geburtstag hat. Und weil ihre gemeinsame Freundin ja auch hier am Gardasee ist, nehmen wir diese auch gleich mit. Aber zunächst ist Aufräumen und Putzen angesagt ... ich hatte ganz vergessen, wie sehr sich das dann doch immer zieht ... die letzten Mal musste wir das nie so richtig machen, weil wir immer fliegenden Wechsel mit miomaritos Eltern oder seiner Schwester und Familie gemacht haben - heute also echte "Endreinigung".

Wir besorgen uns Panini zum Mittagessen und dann geht's an den Strand - nicht aufs Boot, weil absolute Windstille herrscht ... na super.


Irgendwann hat man dann aber doch ein Einsehen mit uns und ein laues Lüftchen kommt auf, wir können noch eine Stunde segeln gehen, bevor das Boot bis zu den Sommerferien wieder aufs Land kommt. Während miomariot und ich die Segel usw. bereit machen, geht Silencia wieder ihrer Lieblingsbeschäftigung nach:






so wunder-, wunderschön 


Abends wird Silencias Freundin gebracht, wir packen alles und alle ins Auto, kaufen schnell noch so überlebenswichtige Dinge wie Kaffee, Chips und Wein ein, gehen kurz vor der Autobahn eine Pizza essen und fahren dann nach Hause. Ankunft als es langsam wieder hell wird. Sehr schön alles, sehr erholsam und ich hoffe sehr, dass wir in den Sommerferien länger bleiben können. 



sabato 17 giugno 2017

Urlaub!!! - Teil 1

Unglaublich aber wahr, wir hatten echten Urlaub - also so mit entspanntem Nichtstun und viel Erholung. Wahnsinn ;-)

Sonntag 

Dabei fing alles wie immer mit einer mittleren Katastrophe an, wir durften in der Nacht zum Sonntag nämlich erst einmal wieder Ratten jagen ... also eine, die - wie wir vermuten - frech durch die Haustür via Katzenloch in unsere Wohnung hereinspaziert war und dann zitternd unterm Sofa sass und die wir unbedingt vor unserer Abfahrt wieder aus unserer Wohnung heraus haben wollte. Das klappte dann im Endeffekt, allerdings mussten wir dann das Katzenloch schließen und geschlafen hatte auch keiner so richtig, so dass wir die Abfahrt erst einmal nach hinten verschieben mussten - Nachschlafen war angesagt (ich musste allerdings erst einmal ilfiglio zum Bahnhof bringen, damit er zu meinen Eltern und Brüdern fahren konnte). Um 13 Uhr ging es dann aber los, miomaritos Eltern warteten am Lago mit dem Abendessen auf uns.


wunderschöne Fahrt durch die Alpen, absolut erträglicher Verkehr


Und pünktliche Ankunft am Lago zum Sonnenuntergang 


*hach*


Montag

Miomarito hatte für Montagmorgen ab 9 Uhr die Putzstation im Segelclub für unser Boot gebucht und so machten ich mich mit Tertia zu Fuß (Gell, Mama, wir laufen - das ist viele schöner!! - meine Tochter!) am Montagmorgen auf - immer schön am See entlang






und gleich mal Wasser testen. Normalerweise ist der See an Pfingsten noch sehr, sehr, sehr frisch - da Pfingsten dieses Jahr aber ja eher spät war, das Wasser schon an Ostern nicht mehr so eiskalt war wie sonst und es zusätzlich schon seit Wochen am Lago sommerlich warm war - bestätigte sich meine Vermutungen nicht nur sondern wurden auch noch übertroffen: angenehmste Badetemperaturen schon an Pfingsten - perfekt!



Tertias neuste Spiel - wir haben auf diesem Bild eine kleine Tertia versteckt. Kannst Du sie finden?


Und gleich mal eine schnelle Schwimm-Stunde bei der großen Schwester


und dann Putzen ...


Fast den ganzen Tag ...

Am Ende ging's dann aber doch noch mit dem sauberen Boot raus auf den See. Dank der tollen Wassertemperaturen waren wir auch nicht auf den Shuttle-Boot-Service des Clubs angewiesen, sondern konnten so lange draußen bleiben wie wir wollten (sonst wäre um 18 Uhr Schluss) - und schwammen dann einfach von der Boje zurück an Land. 


Hier Silencia bei ihrer neusten Lieblingsbeschäftigung: vom Boot springen