sabato 29 settembre 2012

Lektüretips - zusammengefasst -Teil 1

Weil ich vermute, dass es mir in den nächsten Wochen auch nicht gelingen wird, jedes Buch der Urlaubslektüre einzeln und ausführlich zu besprechen, gibt es jetzt die 4 Bücher quasi in einem Aufwasch. Thematisch sind sie ja eh eine Einheit, von daher ... fangen wir mit dem Buch für die Kleinen an:



Eigentlich hatte ich das Buch für Silencia vorab kaufen wollen, weil es das einzige war, was ich zum Thema Ex-Jugoslawien in ihrer Altersklasse finden konnte, aber dann kam so viel dazwischen, dass wir es vergaßen ... dabei geht es in diesem schönen Buch um "unser" kroatischen Storchendorf - das aber  bei der Planung gar nicht auf der Liste stand.

Wendelin, der Weiße Storch, verliert durch den Bürgerkrieg seine Heimat und macht sich auf die Suche nach einem neuen zu Hause, das er schließlich in Čigoč findet. Das Buch stammt von Andrea Petrlik Huseinović und wurde von Paul Maar sehr schön nacherzählt (darüber hinaus gibt es noch Informationen zu den Störchen und zum Dorf Čigoč). Mir haben besonders die Bilder der Geschichte gefallen, auch wenn ich natürlich wieder was zu meckern gefunden habe, nämlich dass Frau Huseinović die Häuser von Čigoč völlig falsch gemalt hat (und das obwohl sie aus der Gegend, naja, also Zagreb kommt). Trotzdem ein schönes Buch, selbst wenn man nicht in der kroatischen "Pampa" Urlaub gemacht hat, weil die Thematik Auswirkungen des Krieges besprochen wird - ohne dass es für kleine Kinder zu  heftig wird. Hier kann man einen kleinen Blick in das Buch werfen


Gibt es noch jemanden, der die rote Zora nicht kennt?! Ich habe das Buch als Kind geliebt, fand es wahnsinnig toll, dass es eine Bande gab, die von einem Mädchen angeführt wurde und auch heute beim erneuten Lesen finde ich die Geschichte um Freundschaft, Gerechtigkeit und Solidarität einfach nur hervorragend.


Ilfiglio hat die 480 Seiten in einem Rutsch auf der Rückbank im Auto gelesen, und im Zelt, vorm Zelt, beim Warten aufs Essen, statt Besichtigungstouren und Spaziergänge ;-) - also finden auch heute - 60 Jahre nach dem Erscheinen des Buches - Kinder immer noch etwas spannendes, faszinierendes in dem Buch. Besonders schön ist es tatsächlich, wenn man das Buch dann noch einmal liest und sich gerade in der Gegend von Senji an der Adria-Küste aufgehalten hat. Klaus Held (oder besser Kurt Kläber) hat die rote Zora übrigens - das weiß ich auch erst seit ein paar Tagen - tatsächlich getroffen, das heisst es gab sie und ihre Bande tatsächlich . was ich noch toller finde ;-)

Zum Inhalt - falls es wirklich noch Menschen gibt, die weder das Buch gelesen, noch damals die Serie gesehen und auch jetzt den Kino-Film nicht gesehen haben (letzteres habe ich auch nicht): Brankos Mutter, eine arme Tabakfabrikarbeiterin, stirbt und Branko, dessen Vater als Wandergeiger durchs Land zieht, bleibt als (Quasi)Waise sich selbst überlassen. Als er hungrig auf dem Markt von Senji einen auf den Boden gefallenen Fisch aufhebt, wird er von der Polizei wegen Diebstahls verhaftet und ins Gefängnis gesteckt. Von dort befreit ihn Zora, nimmt ihn mit zu ihrer Bande und in ihr Versteck. Zusammen erleben sie viele Abenteuer, immer in der Angst, doch noch im Gefängnis zu landen oder nicht genug zu Essen zu finden. Einzig der Fischer Gorian setzt sich für sie ein ... (Blick ins Buch)

Heute Abend dann die Büchertips für Erwachsene.

5 commenti:

stadtfrau ha detto...

tja, dann oute ich mich mal ;) - ich kenne die rote zora tatsächlich nur als buchtitel, habs aber weder gelesen noch gesehen. ich zweifle auch, dass ich das buch dem großen andrehen kann, aber man kanns ja versuchen ;)

IO ha detto...

Wenn nicht, dann einfach selbst lesen ;-)

Anonimo ha detto...

Bin eine stille Mitleserin ohne Blog - heute muss ich mich einmal zu Wort melden:

Die Rote Zora war das Buch, mit dem mein 2. Sohn zu lesen begonnen hat. Wir waren schon überzeugt davon, dass er nie lesen wird - dann: Urlaub auf der Insel Rab. Der Große hatte das Buch mit und schnell ausgelesen. Dann nahm der Kleine das Buch in die Hand und sagt: "Das lese ich jetzt auch!" Wir dachten nur "Ja, ja, sicher....." Und er las. Am Strand, während des Essens, abends schlief er mit dem Buch über dem Kopf ein, in der Früh las er weiter - es war sein erstes Buch, aber nicht das Letzte!!!

Bin nach wie vor ein Fan - und jedesmal, wenn wir in Senj vorbeifahren, muss ich an die Rote Zora denken!
Schön, dass es sie wirklich gegeben hat! Woher wissen Sie das?

Zu den Buchtips für Erwachsene muss ich sagen, dass ich im heurigen Kroatienurlaub "Die Brücke über die Drina" gelesen hab und auch total begeistert bin!

Mit herzlichen Grüßen, Elisabeth Kugler

IO ha detto...

Das ist ja eine schöne Geschichte!

Dass es die Rote Zora wirklich gab, behauptete Held/Kläber selbst, er habe sie und Branko im Urlaub bei einem Stop in Senji kennengelernt. So ist es wohl bei vielen seinen literarischen Kinderfiguren gewesen, also dass es da echte Vorbilder dafür gab.

Ich habe mir jetzt den ersten Band von Giuseppe und Maria bestellt, ebenfalls ein Kinder-/Jugendbuch von Held/Kläber, in dem es um die unmittelbare Nachkriegszeit in Italien geht. Ich bin mal gespannt - und ob ilfiglio es auch liest.

Natalia ha detto...

Ich habe das Buch auch nicht gelesen, aber wie so viele andere"deutsche" Klassiker. Ich hole jetzt einiges nach (so habe ich im Urlaub Die Brüder Löwenherz gelesen), also danke für den Tipp