lunedì 8 maggio 2017

das Wochenende

Das Wochenende war genauso voll gepackt, wie es bereits Tage vorher den Anschein hatte. Ich habe sogar vergessen, auf die alljährliche Stilwild (so eine hippe Dawanda-und-local-Messe) zu gehen, weil ich nicht mal Zeit hatte, darüber nachzudenken, wann ich denn dafür Zeit hätte.

Am Samstagvormittag kamen zwei Schwestern zu Tertia zum Spielen, ich konnte gerade noch verhindern, dass sie schon um 9 Uhr vor der Tür standen und sie auf halb 10 herunter (bzw. eher hoch) handeln. Was der Rest der Familie immer noch recht ungläubig WANN?!?! kommentierte, aber ich finde das sehr praktisch, weil diese Schwestern äußerst pflegeleicht sind und ich damit die Samstagvormittag nicht damit verbringen muss, die gelangweilte Tertia bei Laune zu handeln - während der Rest der Familie eben noch schläft (oder miomarito am Schreibtisch sitzt).

Um 13 Uhr ging es dann zusammen zum sogenannten Dorfturnier, wo diverse Dorfmannschaften gegeneinander spielen. Miomarito spielt traditionell in der Schulväter-Mannschaft mit, deren erklärtes Ziel bisher immer war, nicht letzter zu werden und sich keine größeren Verletzungen zuzuziehen. Bisher klappte immerhin letzteres ganz gut.
Allerdings stellte dieses mal die Freiwillige Feuer (rustikal, ehrgeizig) keine Mannschaft auf, dafür aber der Kindergarten - und zwar auch mit Frauen. Womit - bei allem Einsatz für Gleichberechtigung - natürlich klar war, wer letzter werden würde. Ich hatte auch dankend abgelehnt, weil ich a) kein Fußball spielen kann und b) mir die Vorstellung, mir springt da irgendein 90kg Amateur-(also Amateur im Sinne von Kreisliga) Spieler aufs Bein und ich verbringe die nächsten Wochen im Krankenhaus/an Krücken nicht so prickelnd vorkam - wobei durch den Wegfall der Freiwilligen Feuerwehr die Aggression im Spiel dieses Mal deutlich geringer war und sich tatsächlich niemand ernsthaft verletzte (im letzten Jahr ging gleich im ersten Spiel eine Achillessehne flöten).


Dorf-Bolzplatz


Das Wetter spielte so einigermaßen mit, bisweilen schien sogar mal die Sonne, erst beim letzten Spiel am späten Nachmittag setzte der Regen ein. Die Kinder sprangen fröhlich durch die Gegend, verdrückten Kuchen, Bratwürste und Steakwecken, man hatte Zeit, mit jedem ein Schwätzchen zu halten und sensationellerweise gelang des den Schulvätern tatsächlich einen unglaublichen 2. Platz zu erreichen (die letzten beiden Spiele wurden sogar recht souverän gegen Mannschaft gewonnen, deren Altersdurchschnitt vermutlich halb so hoch war wie der der Schulvätermannschaft).

Abends ging es dann nach Hause, wir hatten den Mädchen versprochen, dass sie Minions schauen dürften, eine Freundin Tertias schloss sich an und am Ende folgten dann auch noch deren Vater und ihre Brüder und wir improvisierten bei uns einen Kinoabend mit Häppchen.

Ich machte fatalerweise den Fehler, Tertia nach Ende des Film gegen 21 Uhr ins Bett zu bringen bzw. mich "kurz" zu ihr zu legen und auf Grund der Tatsache, das sich doch das ein oder andere Bier getrunken hatte, schlief ich prompt mit ihr ein. Und wacht dann nachts um 2 Uhr munter wieder auf ... und weil es ja derzeit (derzeit ... derzeit sind inzwischen Jahre .. oder so) wieder sehr viel zum Grübeln und Aufregen gibt war ich wach bis morgens um 6 Uhr ... dann noch mal 3 Stunden Schlaf ... und sehr viel Kaffee am Sonntagmorgen, um den Matschkopf vom zusammengestückelten Schlaf loszuwerden.

Für den Abend hatten wir wieder Freunde eingeladen um die französische Wahl zu verfolgen, d.h. ich hatte einer ob des Ausgang nervösen Freundin angeboten, dass wir - damit auch alles gut wird - einfach ganz abergläubisch alles wieder so machen wie beim ersten Wahldurchgang. Also gleicher Ort (also bei uns), fast die gleichen Leute usw. und dann klappt es bestimmt mit der LePen-Verhinderung.




Den restlichen Tag war ich mit Aufräumen, Putzen und dem Zaubern einer (meiner ersten) Quiche Lorraine beschäftigt. Außerdem brachte meine französische Freundin schon mal eins ihrer Kinder vorbei, damit sie in Ruhe in der Stadt wählen gehen konnte. Eigentlich waren wieder nur kleiner Umtrunk und ein paar Häppchen geplant, aber so was können wir alle irgendwie nur schlecht ;-) Also gab es drei verschiedene Quiche (passenderweise waren die Farben der einzelnen Quiche-Formen weiß, blau und rot) außerdem einen leckeren Salade niçoise,Œuf mimosa so wie Käse, eine als Pate verkleidete Leberwurst und vieles mehr. 




(die Kinder hatten sogar ganz französisch ihren eigenen separaten Tisch ;-))


Wir waren dann doch auch viele Leute, viele Kinder, viel Trubel und viel Gewusel, aber um 20 Uhr allgemeine Erleichterung: LePen verliert deutlich. 



(eher nichts sagendes Symbol-Bild)


Heute Nacht dann wieder eine Nacht des Grauens für mich, ab 2 Uhr war wieder kein Schlaf möglich, ab 5 Uhr dann noch mal stückchenweise Halbschlaf und nachdem ich die Kinder dann aus dem Haus hatte, habe ich mich angesichts es eh fürchterlichen Wetters (kein wirkliches Arbeiten möglich) und weil wir uns eigentlich heute Abend wieder mit Freunden zum Abendessen verabredet haben, einfach noch mal hingelegt und 2,5 Stunden geschlafen. Ich bin wirklich froh, dass ich das so machen kann, aber eine Dauerlösung ist das natürlich nicht und ich muss dringend wieder richtig schlafen bzw. ich denke, ich brauche eine neue Ablenk-Serie ... oder so.

2 commenti:

Karen ha detto...

Ich frage mich ja, warum alle Welt im Ausland in Konsulaten wählen kann, nur als Deutscher im Ausland muss man diesen monatelangen Papierkrieg wegen Briefwahl auf sich nehmen. *seufz*

IO ha detto...

Die Franzosen brauchten hier ja nicht mal ein Konsulat ... das war das Institut Culturel Franco-Allemand, also mal kurz im Goethe-Instiut wählen gehen ... oder so.