martedì 29 agosto 2017

Gardasee - 2. Woche

Die zweite Woche (ich rechne von Donnerstag bis Donnerstag) am Lago begann erst einmal damit, dass ich am Freitag unseren nicht funktionierenden Außenbordmotor in den Süden des Sees bringen musste, wo er auf Anraten eines der Segellehrer - glaube ich -  des Clubs repariert werden sollte. Jetzt sollte man es in der Woche um Ferragosto eigentlich tunlichst vermeiden, sich irgendwie auf die Gardesana zu begeben, weil neben den ganze deutschen Touristenmassen natürlich auch die Italiener am See sind und man kaum irgendwie durchkommt. Aber - so ein Segelboot ganz ohne Motor ist immer eine eher heikle Sache, wir können zwar inzwischen problemlos ohne Motor an der Boje an- und ablegen bzw. uns zwischen den anderen Segelbotten heraus schlängeln, aber gerade bei Windausfällen, wäre so ein Backup-Antrieb nicht schlecht. Also ab ins Auto ... 3 Stunden lang (für 25 km hin und zurück) .. und den Motor abgeliefert. Am Montag sei er fertig.

Am Nachmittag kann dann ilfiglio immerhin zum ersten Mal mit dem Laser raus. So richtig mit dem Segelurlaub geht es aber erst am Samstag los. Um zwar für mich schon um 7 Uhr,  weil ich mich erbarmt habe, mit ilfiglio um 8 Uhr am Strand aufzuschlagen um den morgendlichen Pelér (Nordwind) auszunutzen - gegen Mittag verschwindet dieser dann und wird am Nachmittag durch die Ora (den Südwind) ersetzt. Man segelt also entweder Morgens oder am Nachmittag - ab 18 Uhr flacht der Wind dann wieder ab - und man sollte in Bojennähe sei ... (wenn man keine Motor hat ..)


ilfiglio beim Aufbauen des Lasers - allerdings war das nicht morgens um 8 Uhr, denn da ist auf unserer Seite die Sonne nicht mal aufgegangen und man (ich) friert trotz Pulli (s.u.) ganz erbärmlich.  


Hier ilfiglio beim morgendlichen Segeln. Wind und Wellen waren recht ordentlich und er hatte auch einen gehörigen Respekt davor.



Ich machte es mir derweilen mit Fernglas am leeren und sehr schönen Strand gemütlich (ilfiglio darf nämlich eigentlich noch gar nicht alleine segeln gehen, dazu müsste er 14 sein, aber da ich mich ja schlecht mit aufs Boot setzen kann, überwache ich das halt vom Stand aus - und gehe mal davon aus, dass es eh keinen wirklich interessiert)




Den Rest der Woche verbringen wir in der Regel morgens am Strand, Silencia, die Segeln eher langweilig findet, will unbedingt Kite-Surfen lernen und bekommt in aller Herrgottsfrühe (ab 8 Und einmal auch ab 7 Uhr) von uns einen Kurs zu horrenden Preisen spendiert, allerdings auf Englisch bzw. Italienisch. Der erste Tag klappt sehr gut, miomarito musste aber auf Wunsch der Lehrerin mitkommen um im Notfalls zu übersetzten (und konnte nicht arbeiten), am zweiten Tag geht Silencia alleine und bekommt dummerweise einen anderen Lehrer, der NUR italienisch spricht, und damit hat sich der Kurs dann eher erledigt.

Am Sonntag sind wir bei miomaritos Tante zum Mittagessen eingeladen, was immer sehr nett ist und wo mit ihren Freunden auch immer schön viel italienisch reden können. Ansonsten Segeln, Segeln, Segeln und Sommer genießen.


Mein Stammplatz ist vorne auf dem Deck


Hier verfolgen wir ilfiglio


Blick ans Land



Abendstimmung und schnell zurück zur Boje bevor es keinen Wind mehr hat 

Am Montag ist der Motor nämlich doch noch nicht fertig, aber am Mittwoch - Dienstag ist Feiertag - ganz sicher! Nach zwei Stunden Fahrt weiß ich am Mittwochmittag, dass es bei Schiffsmotoren wohl Notfälle gibt, und dass deshalb unser Motor immer noch nicht fertig ist. Ich beschließe, dass ich als nicht so toll italienisch sprechende Frau eindeutig auch die falsche Person bin, um da Druck zu machen - und am Nachmittag fahren wir alle zusammen noch mal runter nach Bardolino - und siehe da, der Motor ist fertig ... (*augenroll*) Wir nutzen den 'Ausflug' in den Süden auch gleich dazu, unsere Ölvorräte (u.a. aus den Oliven von miomaritos Tante) bei der Cooperative aufzufüllen, ebenso unsere Weinvorräte (praktischerweise gibt es einen neuen Laden in Lazise und wir müssen nicht bis nach Verona rein) und den obligatorischen Großeinkäufe mit lebenswichtigen Italienprodukten (wie Vongole, Brühwürfel, Waschmittel usw.) zu erledigen.

Am Donnerstag gehen wir außerdem in unser Lieblingsrestaurant essen, Tertia vertilgt dort fast einen ganzen Lavarello (Felchen), nachdem die ein paar Tage zuvor im einfachen, aber sehr guten "Restaurant" des Segelclubs bereits begeistert Kaninchen (Das muss man schnell essen, sonst hoppelt es weg, gell Mama!) gegessen hat (sehr erfreulich, mal was anderes als Ihhh! Was ist denn das?! Das ess' ich nicht! )

Ja, und es ist einfach sehr schön, entspannt, auch wenn die Kinder sich ständig streiten, nach zwei Wochen am See macht sich wirklich ein umfassendes Entspannungsgefühl breit - wobei es vermutlich auch hilft, dass ich mich von der Idee Urlaub im klassischen Sinne verabschiedet habe, denn ich muss ja wie zu Hause (d.h. so gar eigentlich mehr, weil es keine Schule usw. gibt) einkaufen, Wäsche waschen, Essen kochen, Aufräumen usw. aber wenigstens ist das Wetter super, der Strand vor der Türe und beim Segeln muss ich tatsächlich kaum etwas machen, sondern kann mich faul im Bikini auf dem Deck räkeln ;-) Und wunderschön ist es halt eben auch:





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